Quinauer Wallfahrten 2017

Die Wallfahrten nach Quinau/Kvetnov im Böhmischen Erzgebirge im Jubiläumsjahr 2017 waren geprägt vom Gedenken an die 675 jährige Geschichte dieses Wallfahrtsortes und von den zahlreichen Votivtafeln mit der Aufschrift „Maria hat geholfen“ die, restauriert, im Gewölbe unter dem Glockenturm wieder angebracht waren.

 Wie es seit Jahrhunderten Tradition ist, kamen auch in diesem Jahr an den drei Sonntagen um das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) zahlreiche Pilger in das Böhmische Erzgebirge, um Maria, die Gottesmutter, zu ehren und um Trost und Hilfe zu bitten. Die Hl. Messen in deutscher Sprache begannen jeweils 14:00 Uhr mit dem Rosenkranzgebet. Die tschechischen Katholiken kamen bereits am Vormittag vom Dorfkreuz in Quinau über die Rosenkranztreppe zur Wallfahrtskirche. Erfreulich ist zu beobachten, dass diese zusammen mit ihren Kindern die Wallfahrtskirche besuchen.

Für die vertriebenen Deutschen, die aus dem Altkreis Komotau stammen, wird es zunehmend schwieriger, die uralte Marienwallfahrtsstätte in Quinau zu besuchen. Aber auch in diesem Jubiläumsjahr fanden sich zahlreiche Pilger aus den alten und neuen Bundesländern Deutschlands ein. Verstärkt wurden sie durch Katholiken aus den sächsischen Nachbarpfarreien Chemnitz, Flöha, Freiberg und Marienberg-Olbernhau. Für künftige Jahre besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch jüngere Priester die deutschsprachigen Gottesdienste leiten. So kamen an den einzelnen Sonntagen neben den deutschen Priestern, die aus Böhmen stammen, jeweils auch Pfarrer und Kapläne aus Chemnitz, Freiberg, Annaberg und Marienberg-Olbernhau. Das stimmt zuversichtlich, zumal in den 1970 er und 80 er Jahren die Hl. Messen für uns Deutsche nur von den tschechischen Pfarrern aus Görkau und Komotau gehalten wurden.

 

Die Anzahl der Gläubigen ist am 2. Wallfahrtssonntag mit etwa 160 am höchsten gewesen, weil die Teilnehmer am Gedenktag des Komotauer Todesmarsches in Deutschneudorf ebenfalls nach Quinau kamen. An den zwei anderen Sonntagen waren es jeweils etwa 50 Pilger.

Besonderes Interesse fanden an allen drei Sonntagen die Votivtafeln im Gewölbe des Glockenturms. Neben 15 Tafeln aus Glas und einer aus Marmor, konnten auch 3 aus Holz gesichert und angebracht werden. Einige sind bereits 100 Jahre alt. Sie stammen aus der Zeit der zwei Weltkriege und kurz danach. Gern angenommen wurde von den Pilgern auch das Angebot an Verpflegung und von allerlei Wallfahrtsandenken am Kiosk, den wieder dankenswerterweise Frauen aus der Pfarrei Görkau betrieben.

Neu war in diesem Jahr auch eine dreifache Biergartengarnitur, die von Pfr. Brünnler und dem Heimatkreis Komotau gespendet wurden. Pfr. M. Dvoulety war auch besonders dankbar für die Kollekte an den drei Sonntagen.

Am 2. Juli war Hauptzelebrant Pfr. H. Bohaboj, Chemnitz, der auch die Predigt hielt. Weitere Priester waren: Pfr. M. Dvoulety, Görkau/Jirkov; Pfr. Schumann, Annaberg-Buchholz und Kaplan M. Ruhs, Chemnitz.

Am 9. Juli war Hauptzelebrant Kaplan M. Ruhs, Chemnitz; Pfr. K. Brünnler, Schmölln; Pfr. M. Dvoulety, Görkau/Jirkov; Pfr. A. Heger, Komotau/Chomutov und Kaplan K. Czapla, Freiberg.

Am 16. Juli war Hauptzelebrant Pfr. Tschöpe, Marienberg-Olbernhau; Pfr. M. Dvoulety, Görkau/Jirkov; Kaplan M. Mueller, Chemnitz und Diakon B. Neumann, Flöha.

Ein herzliches Gott vergelt´s ebenfalls den anderen aktiven Mitwirkenden wie Lektoren, Vorbetern, Ministranten, Organisten und Küstern.

Aber gedankt sei auch all denen, die die Kirche gereinigt und geschmückt haben.

Am Ende dieses kurzen Berichtes ist festzuhalten, dass an allen drei Sonntagen die Menschen gern nach Quinau kamen und hoffentlich auch getröstet und gestärkt mit dem Segen der Muttergottes wieder in ihren Alltag zurück gingen.

Jürgen Schmidt

Diakon B. Neumann

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