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Geschichte Quinau

Über die Entstehung der Kirche in Quinau gibt es keine Urkunden. Nur eine Sage erzählt von einem kleinen Hirtenknaben, der beim Zusammentreiben seiner Herde geflucht hat und aus einem Strauch hat ihn eine Stimme ermahnt.

Als er das Gesträuch auseinanderschlug, fand er eine kleine Statue der Jungfrau Maria. Er trug sie nach Hause und bewahrte sie in seiner Truhe auf. Die Statue war aber am nächsten Morgen verschwunden und er fand sie wieder im Gebüsch. Das wiederholte sich einige Male. Als dieses die Leute aus dem Dorf erfuhren, nahmen sie sich vor, für die Statue im Dorf eine Kapelle zu bauen. Aber auch das dorthin gebrachte Baumaterial verschwand über Nacht und am Morgen fand man alles an der Stelle, wo der Hirte die Statue entdeckte. Die Kapelle wurde also dort gebaut. Das soll im Jahr 1342 geschehen sein.

Historisch Quinau
Historisch Quinau

Bereits aus dem Jahre 1592 gibt es über die Kapelle eine schriftliche Nachricht: – Adam von Lobkowitz und seine fromme Gemahlin Margarete schenkten der Kapelle ein Messgewand. Darauf waren die Namen, das Wappen und die Jahreszahl der Schenker gestickt. Durch weitere Ausgestaltungen und Vergrößerungen der Kapelle entstand die Kirche, so wie wir sie heute kennen.

An der Erweiterung der Kirche nahmen insbesonders bedeutende Leute jener Zeit, aber auch das einfache Volk teil, das auf die örtliche Besonderheit stolz war. Im 16. Jahrhundert, als in der Kirche der erste Gottesdienst stattfand, geschah hier ein Wunder. Ein Blinder erhielt sein Augenlicht zurück. Seitdem wurde die Kirche zu einem Wallfahrtsort.

Zahlreiche Prozessionen zogen ins Erzgebirge zur Wallfahrtskirche der Jungfrau Maria in Quinau, die auf einem teilweise von Laubbäumen bewachsenen Hügel lag. Dank dieser Wallfahrtskirche wurde die Gemeinde Quinau nicht nur in den Grenzen des Kreises bekannt sondern auch im Ausland.

Am 31. 3. 1784 und noch einmal am 26. 7. 1785 drohte der Kirche, wie auch vielen anderen Kirchen in dieser Zeit, die Schliessung und damit die Übersiedlung der gnadenspenenden Statue in die Kirche im nahen Ort Platten. Gerade zu dieser Zeit brach in Komotau eine Typhusepidemie aus, die viele Leute dahinraffte. Deshalb begannen die Menschen inbrünstig zu beten und nach Quinau zu wallfahren, obwohl die Geistlichkeit davon Abstand hielt und die Leute davor warnte, die Gesetze und Verbote von Seiten der Ämter nicht zu übertreten. Das fromme Volk war aber überzeugt, dass es sich durch inbrünstiges Beten an dem gnadenreichen Ort die Befreiung von der ansteckenden

Krankheit erbitten könne. In der Woche des Festes Maria Empfängnis waren in der Quinauer Kirche ca. 8000 Gläubige zur Heiligen Beichte und zur Heiligen Kommunion. Auf Empfehlung der örtlichen Ämter gab die Landesregierung am 6. August 1807 ein Dekret heraus, danach konnte die Quinauer Kirche geöffnet bleiben. Es wurde aber die Bedingung gestellt, dass die Gemeinde Quinau für die Instandhaltung der Kirche sorgen soll. Im Jahr 1813 brach in Komotau nochmals eine Infektionskrankheit aus, die verwundete Soldaten einschleppten. Die Stadt hat sich deshalb der Quinauer Mutter Gottes geweiht und am 1. Adventsonntag sind die Komotauer Bürger mit einer aussergewöhnlichen Prozession in die Berge gepilgert.

Am 10. August 1814 wurde im Amt von Rothenhaus die Quinauer Kirche ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben mit der angeführten Bedingung. Anwesend waren ein kaiserlicher Kommissar, der Pfarrer von Platten, sechs Vertreter des Kirchenchors und einige Würdensträger. Es ging sehr feierlich zu und die Kirche wurde sechs damaligen Gemeinden übergeben, die über die Wallfahrtskirche von Quinau die Patenschaft übernahmen. Im April 2008 wurde die Kirche von Quinau / Kvetnov durch staatliche Vereinbarung dem Dechantamt in Jirkov /Görkau übergeben.

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Die Pfarrgemeinden, die für die Kirche sorgen:

Pfarrei Görkau | Pfarrei Komotau

Wo findet die Quinauer Wallfahrt in Deutschland statt:

Maria Hilf Trutzhain

Internetseiten von deutschen Gruppen, die aus Komotau und Goerkau stammen:

Komotau | Goerkau

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Květnov
P.Mgr. Miroslav Dvouletý
Římskokatolická farnost
Děkanství Jirkov
Kostelní 55
CZ
431 11 Jirkov
 

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